
Wir haben Ihnen an dieser Stelle grundlegende Informationen und nützliches Hintergrundwissen zu unserem Fachgebiet zusammengefasst. Dies bietet erste Orientierung, um sich dem Thema Endokrinologie, Stoffwechselerkrankungen und Diabetes zu nähern.
Diabetes mellitus Typ 1
Bestimmte insulinbildende Zellen in der Bauchspeicheldrüse werden zerstört. Insulin ist jedoch für den Körper lebensnotwendig. Es ermöglicht, dass der über die Nahrung zugeführte Zucker von Zellen aufgenommen und verarbeitet werden kann. Fehlt dem Körper dieses Hormon verbleibt der Zucker im Blut und der Blutzuckerspiegel steigt. Diese Form der Diabetes kann bereits in der Jugend auftreten.
Diabetes mellitus Typ 2
Die Bauchspeicheldrüse produziert in der Regel ausreichend Insulin. Jedoch sind die Zellen, die das Hormon aufnehmen sollten, zunehmend resistent und der Blutzuckerspiegel steigt. Häufig wird diese Insulinresistenz durch falsche Essgewohnheiten und zu wenig Bewegung begünstigt. Da lange Zeit meist ältere Menschen hiervon betroffen waren, bürgerte sich die Bezeichnung „Altersdiabetes“ ein. Inzwischen sind jedoch immer mehr jüngere Personen und sogar Kinder davon betroffen.
Schwangerschaftsdiabetes
Eine der häufigsten Begleiterscheinungen bei Schwangerschaften ist der Schwangerschafts- oder Gestationsdiabetes. Bei dieser Kohlenhydrat-Stoffwechselstörung erhöht sich der Blutzuckerspiegel in der Regel unbemerkt. Risikofaktoren sind falsche Ernährung und Übergewicht. Regelmäßige Blutzuckerkontrollen und ein Zuckerbelastungstest (Glukosetoleranztest) zwischen der 24. und 28. Schwangerschaftswoche sollten deshalb bei jeder Schwangerschaft durchgeführt werden.
Richtige und gesunde Ernährung
Die Ernährung von Diabetikern und gesunden Menschen unterscheidet sich heute kaum. Ein normales Körpergewicht sollte angestrebt beziehungsweise gehalten werden. Wichtig ist dies vor allem für Typ 2-Diabetiker, da mit steigendem Körpergewicht die Wirkung des Insulins abnimmt. Gemüse, Obst, Ballaststoffe und Milchprodukte in fettreduzierter Form sollten – wie auch pflanzliche und tierische Proteine – in einem ausgewogenen Verhältnis stehen. Eine detaillierte Ernährungsberatung erhalten Sie in unserer Praxis.
Endokrinologische Erkrankungen
Als wichtiges Teilgebiet der Inneren Medizin beschäftigt sich die Endokrinologie mit den komplexen Funktions- und Wirkungsweisen des hormonellen Systems in unserem Körper. Häufig wird dieser Fachbereich deshalb auch zusammenfassend als die Lehre von den Hormonen bezeichnet. Sind hormonproduzierende Organe gestört, können diese wichtige Körperfunktionen nicht mehr steuern oder regulieren. Fachärzte diagnostizieren die hierfür ursächlichen endokrinologischen Krankheitsbilder und behandeln diese hormonellen Erkrankungen. Häufig betroffen sind neben der Schilddrüse oder Bauchspeicheldrüse die Hirnanhangdrüse (Hypophyse) sowie die Nebennieren und Geschlechtsdrüsen.
Osteoporose
Im Volksmund als „Knochenschwund“ bezeichnet, ist die Osteoporose eine Stoffwechselkrankheit des Skeletts. In Deutschland sind davon etwa jede dritte Frau und jeder fünfte Mann ab dem 50. Lebensjahr betroffen. Die Knochenmasse nimmt ab und die Zusammensetzung der Knochen verschlechtert sich. Häufig betroffen sind Wirbelkörper, Wirbelsäule, Unterarme und Oberschenkelknochen. Vorsorgeuntersuchungen wie die Knochendichtemessung sind wichtig, um frühzeitig bei einer Schwächung behandeln zu können und Folgeschäden vorzubeugen.
Prävention und Früherkennung
Bleibt eine Diabetes-Erkrankung unbemerkt, stellt dies ein enormes Risiko dar. Herz-Kreislauferkrankungen, Schäden an Nieren und Augen sowie eine gestörte Durchblutung sind mögliche Folgen. Erste Anzeichen für Diabetes sollten daher beachtet werden. Übergewicht, hoher Blutdruck, schlecht heilende Wunden aber auch ein gesteigertes Durstgefühl, Abgeschlagenheit und Leistungsabfall, sind erste Indizien. Ein Zuckerbelastungstest (oGTT) durch Haus- oder Fachärzte kann frühe Stadien aufdecken und helfen, mögliche Risikoquellen einzudämmen.

